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Wenn die Hefe "Rambazamba" spielt FDP besuchte die Privatbrauerei Wieninger in Teisendorf

TEISENDORF - Die Privatbrauerei M.C. Wieninger öffnete ihre Türen für eine Besuchergruppe der FDP Berchtesgadener Land. Gemeinsam mit der FDP-Bundestagsabgeordneten Sandra Bubendorfer-Licht (Ampfing) und dem Bundestagskandidaten Albert Duin (Wahlkreis Traunstein/BGL) erhielt die Delegation spannende Einblicke in die jahrhundertealte Kunst des Bierbrauens.
Geschäftsführer Andreas Brügmann führte die Gäste durch Sudhaus und Lagerkeller der traditionsreichen Brauerei, die seit über 350 Jahren besteht und seit 1813 im Besitz der Familie Wieninger ist. Rund 100 Mitarbeiter stellen handwerklich gebraute, naturbelassene Biere her, die vor allem in den 45 Brauereigasthöfen und im Umkreis von 80 Kilometern um Teisendorf verkauft werden. "Wir setzen auf Nachhaltigkeit und Regionalität", erklärte Brügmann. Die Brauerei verwendet hochwertige Aromahopfen, teilweise aus ökologischem Anbau, und verzichtet auf Pasteurisierung, um den natürlichen Charakter ihrer Biere zu bewahren.
Die Hefe spielt "Rambazamba"
Besonders unterhaltsam erklärte Brügmann den Brauprozess von Weißbier. "Die Hefe spielt beim Weißbier ,Rambazamba'", beschrieb er augenzwinkernd das lebhafte Treiben der Hefe während der Gärung. Diese spezielle obergärige Hefe arbeitet bei warmen Temperaturen besonders aktiv, wandelt Zucker in Alkohol und Kohlensäure um und verleiht dem Weißbier durch Nebenprodukte Aromen wie Banane, Nelke und Vanille.
Nach der Hauptgärung sorgt die Flaschengärung für spritzige Kohlensäure und macht das Bier lebendig - "sowohl im Braukessel als auch im Glas", wie Brügmann betonte. Das "rambazamböse" Auftreten der Hefe ist somit ein wesentlicher Faktor für die Qualität und den Geschmack des Weißbieres.
Ein Erlebnis für alle Sinne
Die Besucher durften während der Tour verschiedene Getreidesorten, Hopfen und Hefe sehen, riechen und schmecken. Zum Abschluss gab es ein Glas ungefiltertes Zwicklbier direkt aus dem Lagerkeller - ein besonderes Highlight der Führung.
Wertschätzung für regionale Betriebe
Während des Besuchs in der Privatbrauerei Wieninger betonte die FDP-Bundestagsabgeordnete Sandra Bubendorfer-Licht die herausragende Rolle regionaler Unternehmen für die wirtschaftliche Stabilität und die Identität ländlicher Regionen. "Solche Betriebe sind nicht nur das Rückgrat unserer Wirtschaft, sondern auch ein entscheidender Faktor für die Lebensqualität vor Ort. Sie schaffen Arbeitsplätze, sichern Einkommen und bewahren traditionelle Handwerkskunst", erklärte sie.
Bubendorfer-Licht unterstrich zudem, wie wichtig es sei, solche Unternehmen in einer zunehmend globalisierten Welt zu fördern und ihre Wettbewerbsfähigkeit durch gezielte politische Maßnahmen zu stärken. "Der Erhalt und die Förderung regionaler Brauereien wie Wieninger sind auch ein Beitrag zur Kulturpflege und zur Stärkung des ländlichen Raumes", fügte sie hinzu.
Albert Duin, FDP-Bundestagskandidat im Wahlkreis Traunstein/Berchtesgadener Land, sprach aus der Perspektive eines mittelständischen Unternehmers. Er hob hervor, dass gerade Betriebe wie Wieninger durch eine geschickte Kombination aus Tradition und Innovation langfristig erfolgreich bleiben. "Nachhaltigkeit, regionale Wertschöpfung und der Mut, modernste Technologien einzusetzen, sind wesentliche Bausteine für die Zukunft solcher Unternehmen", so Duin. Er verwies auf die Vorbildfunktion der Brauerei, die sowohl auf Regionalität als auch auf nachhaltige Produktionsweisen setzt.
FDP-Kreisvorsitzender Franz Farthofer zeigte sich begeistert von der Führung und bedankte sich im Namen der gesamten Besuchergruppe bei Geschäftsführer Andreas Brügmann und der Brauerei Wieninger. "Es ist beeindruckend zu sehen, wie hier handwerkliche Braukunst mit modernen Anforderungen an Qualität und Nachhaltigkeit verbunden wird", sagte Farthofer. Er hob außerdem die Bedeutung solcher Besuche hervor, die den politischen Akteuren wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Stärken regionaler Unternehmen ermöglichen.
Geselliger Ausklang im Poststall
Den gelungenen Abend rundete eine zünftige Brotzeit im "Poststall" ab, bei der die Gruppe das Wieninger Bier in geselliger Runde genießen konnte.

FDP-Bundestagsabgeordnete Sandra Bubendorfer-Licht (2. v. r.) und Bundestagskandidat Albert Duin (4. v. r.) erhielten von Wieninger-Geschäftsführer Andreas Brügmann (3.v.r.) Einblicke in die Kunst des Bierbrauens. FDP-Kreisvorsitzender Franz Farthofer (Bild links)  (Foto: Josef König/Abgeordnetenbüro).